MERCHANDISING INFO



CD ARTHUR HONEGGER «RUGBY»


CHF 20.00

Als regelmässiger Besucher von Rugby-Partien im Paris der 1920er-Jahre bekundete Honegger seine Leidenschaft für den «wilden, abrupten, ungeordneten, verzweifelten Rhythmus» des Matchverlaufs, wie überhaupt für das ganze damit verbundene Spektakel: «Ich mag: 1. diese Art von Euphorie, von Hoffnung, von überwältigender und grundloser Freude, die das Anspiel auslöst; 2. die zugleich schicksalhaften und unvorhersehbaren Phasen des Spiels, Dribblings der Stürmer, Vorstösse der Dreiviertelreihe, das Wirrwarr von Gedrängen, Ausbrüchen, Zickzacks; 3. schliesslich die Freiluftatmosphäre, vibrierend von Enthusiasmus.» Aber nicht um illustrative Programmmusik ging es dem Komponisten, sondern um die klangliche Übersetzung der sozusagen «abstrakten» Dynamik, Athletik und Energetik einer zwischen den Gegnern hin und her wogenden Partie: Das Werk versuche «ganz einfach», so Honegger, «die Attacken und Gegenzüge des Spiels auszudrücken, den Rhythmus und die Farbe eines Matches im Stade de Colombes».
Weitet man den Blick über die ganze, auch späte Lebensspanne Honeggers, dann gehörte er zu jener Generation, die in jungen Jahren den Ersten Weltkrieg erlebte, und nach einer kurzen Aufhellung den wirtschaftlichen Kollaps und den daraus entstehenden unbeschreiblich furchtbaren Zweiten Weltkrieg erleiden musste. Eine doppelte Kriegsgeneration also! Das hinterliess Spuren und mag zu Honeggers zunehmend sich verdüsternden, pessimistischen Weltbild beigetragen haben. Dies hatte womöglich 1930 mit dem Oratorium «Cris du monde» seinen expliziten Anfang genommen. Weitere solche Bekenntniswerke sollten folgen. Dazu gehören sowohl die «Symphonie liturgique» als auch seine Fünfte.

Arthur Honegger (1892-1955): «Rugby». Mouvement symphonique Nr. 2; Symphonie Nr. 3 «Symphonie liturgique»; Symphonie Nr. 5 «Di tre re»..
BERNER SYMPHONIEORCHESTER | MARIO VENZAGO (Leitung)
„Musiques Suisses“, ein Projekt von Migros Kulturprozent (2016)




CD BRUCKNER VENZAGO 3&6


CHF 25.00

«Venzago verschreibt Bruckner eine Schlankheitskur, die man als Schubert-Diät bezeichnen könnte. Und er bringt ihn ins Schwitzen, so wie er auch 'seinen' Schumann ins Schwitzen bringt - mit hohen Grundtempi und kunstvollen Temposchwankungen im Kleinen. Es ist ein unerhört freier, subjektiver Zugang zu Bruckner.» (Berner Zeitung 04 / 13)
Ursprünglich gespickt mit Wagner-Zitaten, hat Bruckner seine dritte Symphonie nach viel Kritik grundlegend überarbeitet, im Jahr 1875 und später noch einmal während der Komposition der neunten 1888. Die sechste von 1879 ist dagegen ein isolierter Einzelfall in Bruckners Schaffen: Sie entwickelte sich von Anfang an organisch und wie von selbst – von ihr gibt es nur eine Fassung!

Anton Bruckner (1824-1896): Symphonien Nr. 3 & 6
BERNER SYMPHONIEORCHESTER | MARIO VENZAGO (Leitung)
cpo (2013)




CD BRUCKNER VENZAGO 9


CHF 20.00

«Nicht die vanitas mundi wird hier beschrieben, sondern die absentia Dei. Und die Sinfonie wird sich so durchaus einordnen in den Reigen ihrer Schwestern, nicht als die brillanteste, sondern als das, was sie ist: das verzweifelte, von Krankheit und Todesangst bestimmte Ringen um das Letztgültige.» So charakterisiert Mario Venzago die neunte Sinfonie von Anton Bruckner und gibt damit auch Einblick in seinen Interpretationskosmos des sinfonischen Gesamtwerks Bruckners. Wohl kaum eine entstehende Gesamteinspielung hat so ein vehementes Für und Wider hervorgerufen wie diese revolutionäre Lesart Venzagos. Da werden Schichten freigelegt, die man unter dem meistens üblichen Pomp und pseudofeierlichen Pathos bisher nicht wahrnehmen konnte.

Anton Bruckner (1824-1896): Symphonie Nr. 9
BERNER SYMPHONIEORCHESTER | MARIO VENZAGO (Leitung)
cpo (2013)




CD OTHMAR SCHOECK


CHF 10.00

«Wie in anderen Werken gelingt es Schoeck auch in der ‹Sommernacht›, mit an sich rückwärtsgewandten Techniken etwas ganz Eigenes, Ungehörtes und Zeitloses zu formulieren. So leuchten Elemente aus den Klangwelten der Serenaden Brahms’ und Lieder Hugo Wolfs auf, als wären sie eben gerade hierfür erfunden worden und als hätte man das alles so noch nie gehört.» (Mario Venzago)
Die «Sommernacht», ein Werk des Schweizer Komponisten Othmar Schoeck, entstand im Jahr 1945 nach dem Gedicht von Gottfried Keller geschrieben und wurde dem Berner Symphonieorchester gewidmet. Die CD präsentiert nebst der «Sommernacht» weitere Raritäten des Schweizer Komponisten.

Othmar Schoeck (1886-1957): «Sommernacht»; Sonate für Bassklarinette und Orchester; «Penthesliea-Suite»; «Besuch in Urach» RACHEL HARNISCH (Sopran) | BERNHARD RÖTHLISBERGER (Bassklarinette)
BERNER SYMPHONIEORCHESTER | MARIO VENZAGO (Leitung)
„Musiques Suisses“, ein Projekt von Migros Kulturprozent (2014)